Journey through paradise
H I T Z E

Wie beschreibt man Singapur? Damit stehe ich wohl vor der schwersten Aufgabe seit ich diesen Blog habe. Am besten sollte man herkommen und es selber erleben. Es treffen gefühlte 1000 Kulturen aufeinander. In der 4 Mio Einwohner Stadt gibt es ungefähr 140 Kirchen, Synagogen, Tempel, Moscheen und sonstige Gotteshäuser. Amtssprache ist hier Englisch. Ist auch das einzige sinnvolle, den die Singapurer kommen aus aller Welt. Hauptsächlich sind es aber Chinesen hier. Jeder spricht mindestens 2, meistens 3, Sprachen. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass man von hohen Gebäuden nie wirklich eine gute Aussicht hat: Alles liegt im ständigen Dunst. Genauso der Himmel. Blauer Himmel mit Sonne gibt es nur selten und dass, wo wir doch so nah am Äquator sind. Alles diesig. Warm ist es natürlich trotzdem. Heiß. Drückend. Mindestens 32°c am Tag. Einmal am Tag regnet es. Ja, das kann man so Verallgemeinern. Die Grundausstattung, wenn man raus geht, ist ein Regenschirm. Der hält (einigermaßen) trocken bei Regen und spendet Schatten, wenn die Sonne scheint. Man spürt hier auch ziemlich stark den Unterschied zwischen Arm und Reich. Schmutzige Kaufhäuser mit Billigläden sind neben Kaufhäusern aus Marmor, mit Klimaanlage und Prada und Lacoste Geschäften. An unserem ersten Tag haben wir Chinatown und zwei Tempel angeschaut. Hier ist Chinatown auch richtig Chinatown, eben richtig chinesisch. So wie man es sich vorstellt und nicht so „lasch“ wie in New York oder so. Zum Mittagessen gab es für mich „Chicken Rice“, das Nationalgericht Singapurs, und für Stella Hokkien Mee. Nudeln und Tintenfisch und Gemüse und so. War lecker. Und danach haben wir uns asiatische Kuchenstückchen geholt. Irgendwas mit Limette und irgendwas mit Kokos. Klingt gut, aber der Anblick sah ziemlich abschreckend aus, wartet auf die Fotos ;-)

Erst waren wir im „Sri Mariamman“ Tempel. Er war vollgestopft mit Schnitzereien und Malereien. Es waren nur wenige Touris da und viele die einfach zum Beten hingegangen sind. War richtig gut. Der zweite Tempel war mehr der Touri-Tempel. Ich glaube nicht, dass dort wirklich jemand hingeht um zu beten. Es war der „Than Hock Keng“ Tempel. Er ist einer Göttin gewidmet, von der auch eine Statue aufstellt wurde. Als der Tempel gebaut wurde konnte die Göttin aufs Meer schauen. Jetzt ist das unvorstellbar, denn das Meer ist unglaublich weit weg (Singapur hat Land gewonnen) und alles ist zugebaut. Mehr Gotteshäuser wollten wir uns nicht anschauen, auch wenn die beiden wirklich beeindruckend waren. Aber eine Story muss ich noch erzählen. Es gibt noch einen Tempel, der wurde dem Zahn Buddhas gewidmet, als er gebaut wurde. Man hatte nämlich einen Zahn gefunden. Die Bürger haben mehr als 40Mio Dollar und 200kg Gold für den Bau gespendet. Als er fast fertiggestellt war, hat man heraus gefunden, dass der Zahn von einer Kuh stammt. Jetzt weiß man nicht, was man mit dem Tempel machen soll, doof was?

Wir sind noch ganz lange durch die Märkte Chinatowns gelaufen. Da gibt es einfach jeden billigen Schund. In einer Art Markthalle gibt es einen Keller. Unten ist der „Fresh Market“ mit Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse. Weil’s im Keller eben nicht ganz so heiß ist. Aber es ist eben doch war, und dementsprechend ist auch der Geruch da unten. Ich weiß nicht, wie die Menschen es überleben können einen ganzen Tag da zu stehen und was zu verkaufen. Ich musste nach 5min wieder da raus, für mich war es die Hölle!

Später am Tag sind wir noch in die Orchard Road. Das ist eine bekannte Fashion Straße, wo es tausend Malls und Geschäfte gibt, oft mit den teuersten Marken. Singapur ist die Mode Metropole Asiens. Wir haben auch mal wieder ein bisschen was eingekauft, aber es hält sich in Grenzen

Den Abend haben wir mit Vic verbracht. Er ist übrigens schon 43, ich hätte ihn viel jünger geschätzt. Er ist so cool drauf. Mit dem Taxi (klar, Vic hat ja Geld) ging’s nach Chijmes. Dabei handelt es sich um eine Kirche, eine schöne, weiße, nicht so große. Der Hinterhof der Kirche ist riesig und darum geht es: Es gibt jede Menge Restaurants, Bars und Clubs, man kann den ganzen Abend dort verbringen. Vorher haben wir den Abend auf dem Sofa zuhause Bierchen getrunken. Beim Italiener ging es dann weiter, dazu gab es Pizza. Danach wollten wir in einen Club, in den man aber erst ab 23 rein darf. Und, verdammt, wir sahen zu jung aus. Aber die nächste Liveband war nicht weit weg und so haben wir schließlich unseren Club für den Abend gefunden. Vic ist eben schon älter und hatte keine Lust auf das Gedränge vor der Bühne. Also haben wir uns mal ganz gechillt in die VIP Lounge gesetzt, eine Wodka Flasche geordert und das alles von oben genossen. Die Band war gut und wir haben gut gefeiert – Die erste Flasche Wodka war schnell leer Von der zweiten habe ich nur ein Glas bekommen und dann ging irgendwie alles ganz schnell. Stella ging es gar nicht gut und wir sind schnell nach Hause. Schlafen tat gut, auch wenn es nicht für lange war.

Am Donnerstag habe ich das Center von Singapur auf eigene Faust erkundet. Stella ging es immer noch nicht wirklich gut – sie hatte einen ziemlichen Kater. Sehr schade, denn sie hat einen kompletten Tag verpasst. Im City Center herrscht ziemliche Hektik überall auf den Straßen. Es war unglaublich schwül heiß. Am Tag vorher war es nicht so warm und es hat auch ordentlich gewittert, aber am Donnerstag war es einfach nur drückend heiß. Am Nachmittag waren wir dann noch mal zusammen im Park. Der Park ist unglaublich riesig. Es gibt einen Walkway der 11km lang geht. Im Park gibt es alles möglich zu sehen wie Affen, Schildkröten und Schlangen. Und zwar frei leben und rumlaufend/schwimmend. Ziemlich coole Sache

Und jetzt, Donnerstagabend, steht mein aller aller aller letzter Abend in Freiheit an. Das letzte Mal weggehen auf meiner Weltreise. Morgen muss ich um die Zeit nämlich schon fast am Flughafen sein. Es kommt natürlich mal wieder die Traurigkeit hoch, dass jetzt wirklich alles vorbei ist, aber das wird heute Abend erst mal mit Alkohol betäubt und morgen ist ein neuer Tag. Vic’s Kollegen wollten Essen gehen und er hat spontan gesagt, er bringt zwei Girls mit. Also haben wir auch einen Tisch gebucht bekommen beim Mexikaner. Da geht es jetzt gleich hin. Und danach – wer weiß?!

21.4.11 13:22
 


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