Journey through paradise
long way home

Die letzten Flüge waren ziemlich anstrengend. Die verdammte Zeit wollte einfach nicht rumgehen. Vor allem waren die Flüge und deren Pausen dämlich doof gelegt. Zuerst ging es drei Stunden lang nach Colombo/Sri Lanka. Da hatten wir 45min Aufenthalt, durften aber das Flugzeug nicht verlassen – Bewegung gab es also nicht. Dann ging es nach Dubai, das war ein vier Stunden Flug. Wir hatten bei den beiden Flügen die gleichen Plätze und auch die waren ziemlich scheiße. Ihr kennt das bestimmt auch.  Wenn ihr an einer Küche und am Klo vorbeigelaufen seid in Flugzeug, dann fangen immer neue Reihen an. Und ihr denkt euch immer: „Ich will auch mal hier sitzen, die haben so viel Beinfreiheit!“. Da saßen wir und die Beinfreiheit war auch so ziemlich das einzige positive. Man hat keinen Sitz vor sich, wo man seine Schuhe oder seine Tasche drunter schieben kann, also: Schuhe anlassen und Tasche oben in die Klappe, wo man nicht mehr drankommt. Man hat vor sich keine Tasche, wo man sein Zeug rein stecken kann. Man hat zwar einen Tisch und einen Monitor zum Filme schauen, aber man das muss das immer erst sehr umständlich ausklappen. Von drei Sitzen saß Stella am Gang und ich in der Mitte. Der Typ am Fenster neben mir ist ständig auf meiner Schulter eingeschlafen. Vor einem ist dementsprechend viel Platz und die alten Omis kommen am Laufenden Band um sich die Beine zu vertreten. Außerdem sind Küche und Klo direkt vor der Nase und sobald da jemand rum hantiert, ist es vorbei mit dem Schlaf. Schlafen war allerdings eh nicht, weil die Flugzeiten so kurz waren. Oh, noch ein Minuspunkt: Bei unseren drei Sitzen gingen die Leselampen nicht. Ziemlich scheiße, weil der Flug komplett nachts im Dunkeln war und die auch wirklich die Lichter ausgelassen haben.

Ziemlich fertig kamen wir dann in Dubai an und waren einfach nur dankbar, dass hier nicht die gleiche feuchte Hitze herrscht wie in Singapur. Es war zwar warm (dafür dass es Ortszeit morgens um sechs war) – ca. 25°C -, aber wir waren eh fast nur im Gebäude und das war gekühlt. Stella hat ihre letzten Singapur Dollar eingetauscht und wir haben uns Muffins geleistet für unsere Aufenthaltsstunden in Dubai. Die zwei Stunden gingen aber erschreckend schnell rum. Erst gab es einen langen Sicherheitscheck, eine weite Strecke von den Arrival-Gates zu den Departure-Gates und dann mussten wir noch gefühlte 5km bis zu unserem Gate laufen. Der Flughafen in Dubai ist wirklich riesig, einer der größten in denen wir seit langem waren. Allerdings hat er trotzdem nur ein Terminal (offensichtlich), an dem dann aber die Gates 101 – 260 liegen. Angefangen hat es bei 260 und hat runter gezählt. Unser Flug ging an Gate 117. Welch Ironie

Jetzt sitze ich im Flugzeug und gleich startet es. Es wird in Frankfurt landen und es sind fast nur Deutsche drin. Schon hier ein ziemlich ungewöhnliches Gefühl. Bei dem zweiten Flug hatten wir viel bessere Plätze, es waren auch total viele frei. So konnte man sich schön ausbreiten.

Ein Fazit kann ich nicht jetzt nicht verfassen – zusammen addiert habe ich letzte nach vielleicht eine Stunde Schlaf bekommen … Ich kann erst mal nichts mehr Aber im Laufe der nächsten Woche wird noch was kommen für euch!

Eigentlich schon Wahnsinn: In den letzten 10 Monaten habe ich insgesamt fast 7000 Klicks auf meiner Seite bekommen und hatte täglich im Durchschnitt 10-15 Leser. Obwohl ich noch nicht mal täglich gebloggt habe. Ich weiß, dass viele abgesprungen sind. Ich habe eben kleine Romane geschrieben und kann es auch verstehen, wenn ihr dafür nicht die Zeit habt, es zu lesen. Ich erzähle auch gerne alles noch mal. Ich weiß nicht, wer im Endeffekt jetzt alles mit verfolgt hat – vielleicht waren sogar Leute dabei, sie mich überhaupt nicht kennen?! Danke für’s „zuhören“, wenn ich ins Labern kam! Danke, danke!

25.4.11 09:38


Indien in Singapur und Affen im Stadtpark

Freitag, letzter Tag in Singapur. Der letzte Tag unserer Weltreise.

Der Donnerstagabend war witzig und doch ziemlich gechillt. Wir waren mexikanisch essen (sehr lecker!) und es gab für $25 all you can drink War echt gut … Und wir haben viele nette Leute kennengelernt. Es ist interessant zu hören, wie die alle hierhergekommen sind. Die meisten kamen nicht von hier, sondern kommen aus aller Welt.

Freitag war also wieder ein Sightseeing Tag. Wir sind gleich morgens losgezogen und haben uns die „Arab Street“ und eine Moschee dort angeschaut. Es sollte wohl irgendwie alles arabisch sein, aber ich fand’s eher weniger authentisch. Ist auch schwer sich die Souks von Marokko hier vorzustellen. Dann sind wir nach Little India gefahren. Und auch wenn ich noch nicht in Indien war, kann ich trotzdem sagen, dass das tausend mal mehr wie Indien war als die Arab Street Arabisch. Es war hektisch, laut, aber alles auf einer schönen Art. Es gab jede Menge Märkte, Obststände. In einer Halle war ein riesiger Markt, ein Teil davon waren Fisch- und Fleischstände. Und das bei 35°C. Der Geruch war eher nicht so angenehm, wie man sich vorstellen kann. Wir haben dann dort auch zu Mittag gegessen. Es gab „Murtabak“, das ist typisch Indisch. Es ist eine Art Pfannkuchen mit Chicken, Pilze und Zwiebel Füllung. Dazu gab es Curry. Es hat nur $4 gekostet (bisschen mehr als 2 Euro) und es hat uns für den ganzen Tag satt gemacht und war richtig lecker!

Gegen Nachmittag haben wir noch mal ganz groß eine Shoppingtour gestartet. Irgendwie hat es uns einfach gepackt. Es ist halt auch einfach verlockend, wenn immer alles so billig ist :D Es ging so lange, bis wir kein Bargeld mehr hatten. Dann haben wir aufgegeben und sind zurück in die Thompson Street gefahren, wo Vic wohnt. Wir sind noch mal in den Park und haben die Affen bestaunt. Es ist einfach so unglaublich, wenn die einfach so da rum hüpfen und durch die Bäume turnen. Einer wollte meine Tasche klauen, hat aber scheinbar gerochen, dass doch nichts zu essen drin ist. Angeblich fallen die Äffchen auch Leute an und beißen, wenn die was zu essen haben. Man muss dann sogar Spritzen gegen Blutvergiftung und so bekommen – Gefährliche Tiere da im Stadtpark.

Der Abend wurde bei Vic verbracht. Schwitzend, labernd und lachend. Ich habe Tipps gegeben, weil Vic sich eine Gitarre kaufen will. Außerdem will er ein Aquarium haben und wir haben ungefähr eine halbe Stunde lang darüber diskutiert, wo es stehen soll. Schließlich haben wir gepackt – OH MEIN GOTT, mein Rucksack ist so riesig und schwer!

Vor uns liegt ein ca. 17 Stunden langer Flug. 2 Stunden davon sind Wartezeit in Dubai. Wir fliegen wieder mit Emirates – juheee, Luxus! :D Während dem Flug mache ich mir mal Gedanken über ein Fazit – so was muss hier natürlich auch rein. Wir sehen uns in Deutschland!!

22.4.11 13:46


H I T Z E

Wie beschreibt man Singapur? Damit stehe ich wohl vor der schwersten Aufgabe seit ich diesen Blog habe. Am besten sollte man herkommen und es selber erleben. Es treffen gefühlte 1000 Kulturen aufeinander. In der 4 Mio Einwohner Stadt gibt es ungefähr 140 Kirchen, Synagogen, Tempel, Moscheen und sonstige Gotteshäuser. Amtssprache ist hier Englisch. Ist auch das einzige sinnvolle, den die Singapurer kommen aus aller Welt. Hauptsächlich sind es aber Chinesen hier. Jeder spricht mindestens 2, meistens 3, Sprachen. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass man von hohen Gebäuden nie wirklich eine gute Aussicht hat: Alles liegt im ständigen Dunst. Genauso der Himmel. Blauer Himmel mit Sonne gibt es nur selten und dass, wo wir doch so nah am Äquator sind. Alles diesig. Warm ist es natürlich trotzdem. Heiß. Drückend. Mindestens 32°c am Tag. Einmal am Tag regnet es. Ja, das kann man so Verallgemeinern. Die Grundausstattung, wenn man raus geht, ist ein Regenschirm. Der hält (einigermaßen) trocken bei Regen und spendet Schatten, wenn die Sonne scheint. Man spürt hier auch ziemlich stark den Unterschied zwischen Arm und Reich. Schmutzige Kaufhäuser mit Billigläden sind neben Kaufhäusern aus Marmor, mit Klimaanlage und Prada und Lacoste Geschäften. An unserem ersten Tag haben wir Chinatown und zwei Tempel angeschaut. Hier ist Chinatown auch richtig Chinatown, eben richtig chinesisch. So wie man es sich vorstellt und nicht so „lasch“ wie in New York oder so. Zum Mittagessen gab es für mich „Chicken Rice“, das Nationalgericht Singapurs, und für Stella Hokkien Mee. Nudeln und Tintenfisch und Gemüse und so. War lecker. Und danach haben wir uns asiatische Kuchenstückchen geholt. Irgendwas mit Limette und irgendwas mit Kokos. Klingt gut, aber der Anblick sah ziemlich abschreckend aus, wartet auf die Fotos ;-)

Erst waren wir im „Sri Mariamman“ Tempel. Er war vollgestopft mit Schnitzereien und Malereien. Es waren nur wenige Touris da und viele die einfach zum Beten hingegangen sind. War richtig gut. Der zweite Tempel war mehr der Touri-Tempel. Ich glaube nicht, dass dort wirklich jemand hingeht um zu beten. Es war der „Than Hock Keng“ Tempel. Er ist einer Göttin gewidmet, von der auch eine Statue aufstellt wurde. Als der Tempel gebaut wurde konnte die Göttin aufs Meer schauen. Jetzt ist das unvorstellbar, denn das Meer ist unglaublich weit weg (Singapur hat Land gewonnen) und alles ist zugebaut. Mehr Gotteshäuser wollten wir uns nicht anschauen, auch wenn die beiden wirklich beeindruckend waren. Aber eine Story muss ich noch erzählen. Es gibt noch einen Tempel, der wurde dem Zahn Buddhas gewidmet, als er gebaut wurde. Man hatte nämlich einen Zahn gefunden. Die Bürger haben mehr als 40Mio Dollar und 200kg Gold für den Bau gespendet. Als er fast fertiggestellt war, hat man heraus gefunden, dass der Zahn von einer Kuh stammt. Jetzt weiß man nicht, was man mit dem Tempel machen soll, doof was?

Wir sind noch ganz lange durch die Märkte Chinatowns gelaufen. Da gibt es einfach jeden billigen Schund. In einer Art Markthalle gibt es einen Keller. Unten ist der „Fresh Market“ mit Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse. Weil’s im Keller eben nicht ganz so heiß ist. Aber es ist eben doch war, und dementsprechend ist auch der Geruch da unten. Ich weiß nicht, wie die Menschen es überleben können einen ganzen Tag da zu stehen und was zu verkaufen. Ich musste nach 5min wieder da raus, für mich war es die Hölle!

Später am Tag sind wir noch in die Orchard Road. Das ist eine bekannte Fashion Straße, wo es tausend Malls und Geschäfte gibt, oft mit den teuersten Marken. Singapur ist die Mode Metropole Asiens. Wir haben auch mal wieder ein bisschen was eingekauft, aber es hält sich in Grenzen

Den Abend haben wir mit Vic verbracht. Er ist übrigens schon 43, ich hätte ihn viel jünger geschätzt. Er ist so cool drauf. Mit dem Taxi (klar, Vic hat ja Geld) ging’s nach Chijmes. Dabei handelt es sich um eine Kirche, eine schöne, weiße, nicht so große. Der Hinterhof der Kirche ist riesig und darum geht es: Es gibt jede Menge Restaurants, Bars und Clubs, man kann den ganzen Abend dort verbringen. Vorher haben wir den Abend auf dem Sofa zuhause Bierchen getrunken. Beim Italiener ging es dann weiter, dazu gab es Pizza. Danach wollten wir in einen Club, in den man aber erst ab 23 rein darf. Und, verdammt, wir sahen zu jung aus. Aber die nächste Liveband war nicht weit weg und so haben wir schließlich unseren Club für den Abend gefunden. Vic ist eben schon älter und hatte keine Lust auf das Gedränge vor der Bühne. Also haben wir uns mal ganz gechillt in die VIP Lounge gesetzt, eine Wodka Flasche geordert und das alles von oben genossen. Die Band war gut und wir haben gut gefeiert – Die erste Flasche Wodka war schnell leer Von der zweiten habe ich nur ein Glas bekommen und dann ging irgendwie alles ganz schnell. Stella ging es gar nicht gut und wir sind schnell nach Hause. Schlafen tat gut, auch wenn es nicht für lange war.

Am Donnerstag habe ich das Center von Singapur auf eigene Faust erkundet. Stella ging es immer noch nicht wirklich gut – sie hatte einen ziemlichen Kater. Sehr schade, denn sie hat einen kompletten Tag verpasst. Im City Center herrscht ziemliche Hektik überall auf den Straßen. Es war unglaublich schwül heiß. Am Tag vorher war es nicht so warm und es hat auch ordentlich gewittert, aber am Donnerstag war es einfach nur drückend heiß. Am Nachmittag waren wir dann noch mal zusammen im Park. Der Park ist unglaublich riesig. Es gibt einen Walkway der 11km lang geht. Im Park gibt es alles möglich zu sehen wie Affen, Schildkröten und Schlangen. Und zwar frei leben und rumlaufend/schwimmend. Ziemlich coole Sache

Und jetzt, Donnerstagabend, steht mein aller aller aller letzter Abend in Freiheit an. Das letzte Mal weggehen auf meiner Weltreise. Morgen muss ich um die Zeit nämlich schon fast am Flughafen sein. Es kommt natürlich mal wieder die Traurigkeit hoch, dass jetzt wirklich alles vorbei ist, aber das wird heute Abend erst mal mit Alkohol betäubt und morgen ist ein neuer Tag. Vic’s Kollegen wollten Essen gehen und er hat spontan gesagt, er bringt zwei Girls mit. Also haben wir auch einen Tisch gebucht bekommen beim Mexikaner. Da geht es jetzt gleich hin. Und danach – wer weiß?!

21.4.11 13:22


Luxus in Singapur

Das fängt ja alles gut an hier. Auf unseren letzten Tagen der Weltreise liegt wohl ein Segen!

Erst mal sind wir das erste Mal mit Emirates geflogen. Diesmal habe ich meinen Rucksack gepackt ohne drüber nachzudenken, dass er besonders leicht sein muss. Ich habe also nicht meine Gitarrentasche mit Klamotten ausgestopft und nicht die schwersten Klamotten und Schuhe angezogen. Trotzdem hatte er „nur“ 19,7kg. Meine Gitarre durfte ich als Handgepäck mitnehmen, sie hat es auch gut überlebt. Alles ging glatt und schnell und schon vorm Flug haben wir beschlossen, dass Emirates gut ist. Im Flugzeug gab es dann total viel leckeres Essen zur Auswahl, wir haben Wein und Bier kostenlos getrunken, konnten Obst und Schokolade essen. Nie wieder Billig Airline :D

Nacht 8 Stunden Flugzeit sind wir dann in Singapur gelandet. Singapur liegt in der Zeitzone UTC +08:00. Das heißt, dass ich euch deutschen sechs Stunden voraus bin. Bei 26°C sind wir nachts um 12h gelandet. Luftfeuchtigkeit liegt bei fast 100%. DRÜCKEND!

Mit einem Taxi ging es dann zur Wohnung unseres Couchsurfers Vic. Es ist immer wieder spannend in den letzten Minuten bevor man bei jemandem ankommt. Vic ist extra wachgeblieben, um uns aufzumachen, obwohl er am nächsten Tag arbeiten musste. Aber erst mal zum Haus: Es hat sich rausgestellt als ein Wolkenkratzer mit Wohnungen drin. Vic wohnt im 14. Stock. Er wohnt dort alleine, hat 4 Zimmer (plus drei Bäder und einer Küche und so weiter), 4 Toiletten und zu viel Platz. Zu der ganzen Wohnanlage gehören noch große Pools, Saunas, Whirlpools, Tennisplätze. Können wir alles kostenlos nutzen. Ganz nett. Nebenbei hat uns Vic seinen kompletten Kühlschrank inklusive aller Getränke (Wein und co) angeboten. Ein bisschen geredet haben wir noch, aber nicht mehr lange. Wir waren einfach nur todmüde vom Flug, von der Zeitumstellung und vor allem von den vielen neuen Eindrücken. Singapur ist eben total anders!

Jetzt liege ich auf meinem Bett mit offenen Fenstern (sogar im 14. Stock ist die Luft noch stickig – wie überleben die Erdgeschossbewohner?!), ohne Bettdecke oder so was, mit T-Shirt und Boxershorts, was ich aber alles am liebsten ausziehen würde, weil es eh nur am Körper klebt.

19.4.11 20:04


Tasmanien - Under Down Under

Mittwochabend ging unser Flieger mit der australischen Billig Airline „Tiger Airways“ nach Hobart/Tasmanien. Die Tigers sind dafür bekannt, dass es immer Verspätungen gibt und auch gern mal ein Flug gecancelt wird. Beim Hinflug ging aber alles gut. Spätabends sind wir in Hobart gelandet und mit dem Shuttle ins Hostel gefahren mit dem guten Vorsatz einen Reisepartner für die nächsten Tage zu finden. Am besten einen, der älter als 21 ist, damit man ein Auto mieten kann. In unserem Zimmer hatten wir dann eine 27-jährige Französin, die sogar interessiert dran war. Im Endeffekt war sie aber doch seltsam und wollte eigentlich einfach nur einen Job finden, statt zu reisen, und deswegen haben wir uns gegen sie entschieden. Das Hostel für unsere erste Nacht „Nararra Backpackers“ war ziemlich gemütlich. Die Leute waren total lieb und es war billig. Wir haben mal wieder Glück gehabt: Wir buchen nämlich immer das billigste Zimmer (in diesem Fall ein 8-Bett Zimmer für $23) und wenn die Zimmer voll sind kriegen wir dann für den gleichen Preis ein kleineres Zimmer (in diesem Fall ein 4-Bett Zimmer, in dem nur 3 Leute waren, für $23). Am Donnerstagmorgen haben wir dann ausgecheckt und sind zur Touri Info gelaufen und haben erfahren, dass auch wir als junge 20-jährige Mädels Autos mieten können. Es ist zwar teurer als normal, aber es geht!! Und gebucht! Es war die beste Entscheidung, die wir in Tasmanien gemacht haben! Wir konnten nur einen Fahrer eintragen lassen (der andere hätte 67Dollar mehr gekostet, wir sparen) und wir (oder ich?) haben Stella ausgesucht. Sie hat es auch prima gemeistert und ich war Navigator. Am ersten Tag sind wir bis nach Launceston gefahren. Während Hobart im Süden Tasmaniens liegt, ist Launceston weiter im Norden. Auf dem Weg haben wir Ross angeschaut. Ein total tolles kleines Dorf mit alten Häusern und Bäckereien. Fast ein bisschen europäisch. In Launceston haben wir dann den größten Stadtpark überhaupt gesehen. Es handelt sich dabei um riesige Berge und Klippen und dazwischen ein großer Fluss, der wasserfall-ähnlich in ein Tal fließt und dort zum kostenlosen Swimming Pool wird. Zwischendrin gibt es ein paar Wanderwege. Ihr müsst euch das Ganze wirklich riesig vorstellen!

Irgendwo außerhalb von Launceston haben wir am Straßenrand dann übernachtet. Im Kofferraum von unserem Mietauto „Charlie the Sheen“ (nein, der Name hat keinen Sinn, er ist nur cool). Unser lieber Autovermieter hat uns Isomatten, Kissen und Decken gegeben und zusammen mit unseren Schlafsäcken gab es dann ein ganz annehmbares Bett. Kalt war es trotzdem. Es kühlt ja mittlerweile nachts so auf 8-10° ab. Am Freitagmorgen haben wir den Tierpark in Launceston besucht. Dort haben wir ganz, ganz viele Tiere Australiens und noch mehr bestaunt. Wir haben Kängurus, Wombats und Papageien gesehen. Beim Koala waren wir gerade als geputzt wurde und so durften wir ins Gehege und ihn streicheln und Fotos machen. Bei den tasmanischen Teufeln waren wir auch bei der Fütterung dabei. Die kleinen Viecher sehen sooo süß aus und sind so gefährlich. Die haben ein 20mal stärkeres Gebiss als ein Pitbull – fast so stark wie ein Krokodil. Die fressen Kängurus und zwar mit Fell und Knochen! Die sind krass drauf. Nach dem Tierpark sind wir dann in Richtung Westen gefahren und nach unendlich vielen Bergen und Kurven auch im National Park dort angekommen. Lake Dove und die Cradle Mountains sind hier die Hauptattraktionen. Die Cradle Mountains sind ziemlich hohe, gezackte Berge, die uns irgendwie an einen Drachenrücken erinnert machen. Und der Lake Dove liegt davor und ist wunderbar klar und spiegelig (gibt es das Wort? Ich meine, dass er eine Spiegel Oberfläche hat). Gegen Nachmittag haben wir dort eine ca. 2 stündige Wanderung gemacht. Wir sind zum Wombat Pool, ebenfalls ein kleiner See und eine Weile am Dove Lake entlang. Wir konnten auch einen tollen Sonnenuntergang beobachten. Tasmanien liegt nämlich ziemlich weit im Süden und nach der Uhr Umstellung geht die Sonne schon so gegen 6 unter. Kurz danach ist es dunkel, deswegen war für uns meisten schon so gegen 8 oder 9 Schlafenszeit (Nachdem wir mindestens zwei Stunden im Auto lesend oder Dexter-schauend verbracht haben). Genauso auch an dem Abend. Problem war, dass wir schon ganz schön hoch in den Bergen waren: Die Nacht war ARSCHKALT!

Die Wecker stand für den nächsten Morgen auf 7 Uhr. Warum? Weil wir den Cradle Mountain besteigen wollten! Wir sind auch wirklich in der frühen Kälte aufgestanden. Also ich hab’s gemacht, sonst hätte Stella sich nie aus dem Schlafsack gequält. Um 8 standen wir dann bereit dort, wo uns der Shuttle Bus abgeholt hat. Wir wollten nicht unser Auto mit den Wertsachen irgendwo unbeobachtet parken. Wir sind mit einem guten Tempo losgewandert und waren auch schon recht schnell auf einer guten Höhe. Das Wetter war prima, die Sonne hat ordentlich gebratzelt (zum Glück haben wir Sonnencreme benutzt) und der Weg war wunderschön mit tollen Aussichten. Das Beste waren aber die letzten 1,5h bevor wir auf der Spitze waren: Wir mussten einen Geröllhang hochklettern. Mit Geröll meine ich aber nicht kleine Steine, sondern riesige, große Steine, wie von einer großen Steinlawine. Ungefähr so groß wie die im Felsenmeer, falls ihr das kennt, nur nicht so fest und bewachsen, sondern eher lose und wackelig. Es war also richtig spannend und es ging auch gut in die Tiefe. Oben angekommen hatten wir den besten Ausblick überhaupt. Das Hochklettern hat schon so saumäßig Spaß gemacht und dann ist es oben auch noch so super. Wir hatten also sehr gute Laune und waren glücklich, dass wir es gemacht haben. Beim Runterklettern ging es dann weiter – ebenfalls sehr spaßig. Doch dann lagen noch ca. 400 Höhenmeter vor uns bei denen es immer wieder steil bergauf und bergab ging, bis man schließlich unten am Lake Dove war. Schon vor 3-4 Wochen, als ich das Tongariro Crossing in Neuseeland gemacht habe, hatte ich beim runter Laufen ziemlich Probleme mit meinen Knien. Und jetzt war es noch viel schlimmer. Immer wenn Stufen kamen, habe ich gedacht ich sterbe vor Schmerzen in meinem linken Knie. Manchmal habe ich gedacht, ich breche zusammen, aber irgendwie habe ich doch immer wieder die Zähne zusammen gebissen und bin dann schließlich unten angekommen. Beim geradeaus laufen hat mein Knie dann auch ziemlich weh getan. Ich war ziemlich verzweifelt. Insgesamt ging unsere Wanderung knapp 6 Stunden. Fazit war: GEIL! Wenn man vom Knie absieht. Am Abend sind wir noch bis zurück nach Launceston gefahren. Die haben nämlich nicht nur einen tollen Stadtpark mit Swimming Pool sondern auch einen tollen Stadtpark mit Swimming Pool und kostenlosen DUSCHEN! Und da wir ja jetzt wieder Camper und Auto-Wohner sind, müssen wir auch mal wieder duschen schnorren. Die Dusche war nur lauwarm und die Nacht im Auto, mal wieder, kalt. Als das und das viele Laufen hat meinem Knie nicht zur Heilung verholfen, trotz meiner tollen Salbe.

Die Tiere aus dem Tierpark haben wir mittlerweile total oft schon „live“ gesehen. Wombats (Teddybären auf vier Beinen- sie sind sooo süß!) wackeln gern mal über die Straße und leider sieht man sie auch oft tot am Straßenrand. Auch Kängurus stehen und hüpfen überall rum. Man denkt immer so, dass die Känguru Schilder, die man als „typisch Australisch“ ansieht, Unsinn sind, aber das sind sie nicht. Sie sind sogar sehr sinnvoll, denn die Tierchen hüpfen echt zu jeder Tageszeit durch die Gegend und über die Straße. Auch die findet man oft am Straßenrand. Und dann gibt es noch Possum ähnliche Tiere. Die sind nicht ganz so hässlich wie die neuseeländischen Possums, aber scheinbar genauso doof: Auch oft platt auf der Straße.

Am Sonntag sind wir entlang der Ostküste – schöne Strände! – wieder Richtung Süden gefahren. Diesmal saßen wir die meiste Zeit im Auto und schon geht’s meinem Knie besser. Meine Sorgen waren weg und ich habe den Tag genossen. Es war wieder schön sonnig und warm. Gegen Abend kamen wir auf einer Halbinsel an, die die höchsten Klippen Australiens haben soll: „Tasman Peninsula“. Und so sah es auch aus: Es war einfach wunderschön! Wir konnten alles im Abendrot sehen und noch einen tollen Sonnenuntergang am Meer beobachten. Ein schöner letzter Abend auf Tasmanien. Am Montagmorgen sind wir noch ein bisschen kreuz und quer über die Halbinsel dort gedüst. Haben uns eine Höhle angeschaut (Es ging bestimmt 100 Treppenstufen in die Tiefe – AUTSCH mein Knie!) und sind schließlich zurück nach Hobart um um 12h mittags unseren Charlie beim Autovermieter abzuliefern. Der Rest vom Tag wurde gammelig im Cafe und in unserem Hostel von unserer ersten Nacht verbracht. Gegen Abend war unser Flug angesetzt. Da wir eh nichts gemacht haben den ganzen Tag waren wir noch voller Energie, ich glaube, das war ein Fehler. Das Shuttle zum Flughafen brauchte fast eine Stunde statt 25min. Wegen Stau. Wir hatten schon Angst unsern Flieger zu verpassen. Hat aber alles noch geklappt. Der Flieger hatte nämlich selbst 40min Verspätung. Danke, Tiger Airways. Zu spät kamen wir dann in Melbourne an, mit dem Gedanken, dass wir vielleicht keine Züge mehr kriegen. Nach einer 10-minütigen Busfahrt nach Broadmeadows, einer 30-minütigen Zugfahrt in die Innenstadt in die Flinders Street und einer weitern 30-minütigen Zugfahrt nach Ivanhoe und einem 20-minütigen Laufweg zu Erin’s Haus waren wir dann ENDLICH gegen halb eins nachts da. Wir hatten schon Angst, dass uns niemand aufmacht. Völlig unbegründet: Da ging noch voll die Party! Singstar-Abend. Mark, Erin und Tija hatten zusammen mit zwei anderen Mädels, eine davon ein Geburtstagskind, schon ein paar Flaschen Wein geleert und es war noch ziemlich spaßig. Wir wurden auch mit Wein und Tee versorgt und durften unsere Gesangskünste auf den Tisch bringen. Witzig war’s ;-) Gegen 2 Uhr nachts hat sich dann die Horde verabschiedet und wir konnten endlich ins Bett fallen.

Der Dienstag war ruhig: Schlafen, duschen, packen und langsam Richtung Airport fahren.

19.4.11 02:06


Katzenpisse-Haus

Am Montag mussten wir dann Couchsurfer wechseln. Erin & co hatten keine Zeit für uns unter der Woche, haben uns aber versprochen uns nächsten Montag wieder übernachten zu lassen. Das ist die Nacht nachdem wir aus Tasmanien zurückkommen und bevor wir nach Singapur fliegen. Lustigerweise hat uns Tija, Erin’s frühere Mitbewohnerin, als Couchsurferin zugesagt. So sind wir am Montagabend (ziemlich knapp bevor sie wegmusste) bei Tija, ihrer Mitbewohnerin Rebecca und ihren beiden Katzen Luky and Amber einzogen. Die Wohnung ist winzig und stinkt nach Katze. Ehrlich… ich mag Katzen und hatte noch nie Probleme mit Katzen, aber da stank es. Luky ist eine Rassekatze und darf nicht raus. Deswegen steht im Bad ein Katzenklo. Statt normaler Streu haben die beiden Mädels aber ganz sparsam einfach Papierstreifen reingelegt. Das dämpft nicht gerade den Geruch. Jedenfalls sind beide Krankenschwester und haben beide Nachtdienst, so dass wir nachts immer allein zuhause waren. Und tagsüber schlafen sie. Wir haben echt nicht viel von denen mitbekommen. Wir dürfen ihren Tee benutzen und ihr Brot essen und auf ihrer Couch schlafen. Und Duschen. Aber nur, wenn keine Katze in die Dusche gekackt hat.

Wir haben die beiden Tage dann hauptsächlich in der Stadt verbracht. Haben nicht sonderlich viel gemacht. Alle sagen immer, in Melbourne gibt es nicht viel zu sehen und das ist auch wahr. Man kann Melbourne einfach so erleben, wenn man sich irgendwo hinsetzt, einen Kaffee trinkt und den Flair genießt. Und nebenbei waren wir shoppen, und zwar viel. Am Dienstagabend waren wir im Kino. „Sucker Punch“ – ein Film, der ziemlich scheiße ist. Die $13 war es eigentlich nur wert, weil wir danach so lange drüber lästern und reden konnten. War schon witzig.

Am Mittwoch (OH MEIN GOTT, in 9 Tagen lande ich in Frankfurt) haben wir dann unsere Rucksäcke gepackt für Tasmanien. Packen ist eigentlich keine große Sache mehr für uns, aber in diesem Fall schon, denn wir haben ein Gepäcklimit mit 15kg und das bei einer Person nur. Die andere darf aber 10kg im Handgepäck mitnehmen. Es wurde sortiert und umgepackt und schließlich haben wir den überflüssigen Rucksack (meinen) zurück zu Erin gebracht. Dort steht er jetzt bis Montag. Meinen Laptop werde ich auch nicht mit nach Tasmanien nehmen. Vielleicht hört ihr aber trotzdem was von mir zwischendurch

13.4.11 03:35


Melbourne - die beste Stadt!

Zurück in Syndey sind wir dann für eine Nacht in einem Hostel im Viertel „Kings Cross“ abgestiegen. Das Viertel ist eines der Party-Viertel, wo sich Hostels und Pubs die Straßen teilen. Gegen Abend wurde klar, dass hier auch noch ein anderes Business lebt. Mal abgesehen von den ganzen Bars, wo sich nackte Mädels auf der Theke räkeln, standen da auch wirklich ziemlich billig aussehende Nutten an der Straße. Ich bin, glaube ich, noch nie durch eine Straße gelaufen, wo die so offensichtlich rumstanden und auf ihre Kunden gewartet haben. Feiern konnten wir im Endeffekt da doch ganz gut. Da gab es die „World Bar“, die wir auch in Auckland und Queenstown in Neuseeland besucht haben. Da, wo man aus Teekannen trinkt. Wir haben witzige Leute kennengelernt, aber das beste war, dass wir Fabienne an dem Abend getroffen haben. Eine Freundin, die im gleichen Jahr Abi gemacht hat wie wir, nur in Laubach. Die wohnt und jobbt gerade in Syndey. Sie hat ihre Mitbewohnerin mitgebracht, auch deutsch. War ein spaßiger Abend

Am nächsten Morgen mussten wir um 10 auschecken. Und mal wieder hatten wir um die Zeit zu wenig Schlaf und wollten einfach nichts tun. Das Problem an diesem Freitag war, dass unser Bus nach Melbourne erst abends um acht ging. So haben wir also unser Gepäck im Hostel gelassen und sind noch mal quer durch Sydney gelaufen. Haben den „Luna Park“ besucht, eine Art Jahrmarkt, der aber immer da ist. Abends konnten wir dann endlich in den Bus. Der Bus hat über 12 Stunden gebraucht von Syndey nach Melbourne. Wenn ihr auf der Landkarte schaut, dann sehen die beiden Städte so nah bei einander aus, aber das sind sie gar nicht. Gerade wenn man aus Neuseeland kommt, dann ist Australien einfach unvorstellbar groß. Die ganze Fahrt war eher unbequem. Erst war es zu kalt im Bus (ca. 20°C), dann hat der die Heizung angemacht und wir haben alle gedacht, wir sterben (ca. 31°C – bei 50 Leuten im Bus!). Nach einer Pause kam wieder die Klimaanlage und wieder war es viel, viel zu kalt. Ich war einfach nur glücklich, dass ich eine lange Hose und zwei Jacken mit im Bus hatte. Ich habe nicht viel geschlafen, ich kann in Bussen nicht schlafen. Stella hat ganz gut geschlafen, hat geträumt sie zieht die Handbremse und hat mir dabei im Bus einen Kinnharken verpasst. Ich war froh, als die Fahrt vorbei war. Frühstück in einem Cafe bei schlechtem Kaffee, aber leckerem Croissant. Danach gings mit Zug und Bus in Richtung von Erin, unserem Couchsurfer. So gegen 11h morgens kamen wir an, allerdings war nur Mark, einer seiner Mitbewohner zuhause. Er hat auch nicht mehr gemacht, als uns reingelassen. Erin hatte nämlich einen Unfall mit seinem Mountainbike und Mark musste ihn abholen. So saßen wir also erst mal eine halbe Stunde alleine in einem fremden Haus. Als ob wir das nicht schon gewöhnt sind, irgendwie :D Erin hat sich herausgestellt als ein kleiner (nicht größer als wir) und schmaler junger Mann. Oder fast kann man Junge sagen, wenn ich ihn so treffen würde, würde ich ihn auf 18 schätzen. Er liebt Mountainbiking und hat sich vor ein paar Jahren das Schlüsselbein gebrochen. Genau auf das gleiche ist er jetzt wieder gefallen, deswegen konnte er nicht weiter fahren. Er meint aber, dass es diesmal nicht gebrochen wäre. Er kann seinen ganzen linken Arm nicht bewegen, der Arme!

Nachmittags haben Stella und ich dann das erste Mal die Melbourner Innenstadt erkundigt und ich war überwältigt. Ich habe so viele Städte gesehen auf meiner Reise, aber diese Stadt ist so anders. Es sind so viele coole Menschen auf den Straßen, so viele Freaks. Die Gebäude sind anders, niemand gibt was auf Regeln. So sieht es zumindest aus, wenn man die schiefen Häuser und so anschaut. Zurück bei Erin haben wir dann beschlossen Pizza essen zu gehen. Die Pizzen waren klasse und Erin hat uns verschiedene australische Biermarken gezeigt. Sie hatten natürlich nicht das Niveau von deutschem Bier, aber sie waren auch nicht total schlecht Danach sind wir total übermüdet ins Bett gefallen, der Tag war anstrengend und die Nacht vorher eben auch.

Tag 2 in Melbourne: Ein Sonntag. Wir sind gegen Mittag erst aufgebrochen und haben uns entschieden an den Strand zu fahren. Der St. Kilda Beach ist hier total bekannt. Der Weg dahin ist von hier aus recht lang. Überhaupt sind hier alle Wege lang. Mich erinnert das alles ein bisschen an Los Angeles: Keine hohen Gebäude und die ganze Stadt lang gezogen. Deswegen ist es normal, wenn man 15-20min mit dem Zug in die Stadt braucht: Man kann trotzdem sagen, dass man im Center wohnt. Jedenfalls brauchen wir mit der Bahn von „zuhause aus“ ca. 20min bis zum City Center und von da aus nochmal 20-30min bis zum St. Kilda Beach. Es war sonnig, nur ein paar Wolken waren unterwegs, aber es war verdammt kalt! Wir sind hier ja jetzt noch mal um einiges südlicher und hier ist es auch schon viel herbstlicher als in Sydney. Überall rote und orange Bäume und Laub auf den Straßen. Okay, für euch da in Deutschland heißt kalt wahrscheinlich nicht kalt. Ich schätze es waren so 20°C. Vielleicht ein bisschen weniger. Aber es war KALT! :D Vor allem wegen dem Wind. Wie auch immer. Am Strand war ein Markt, wo wir so einige witzige Dinger gefunden haben und Stella hat sich eine tolle neue Tasche gekauft. In St. Kilda gab es auch einen „Luna Park“ – genau die gleiche Aufmachung wie in Syndey. Die Parks sind einfach so geil retro, mit so alten Pferdchen-Karusellen und die Mitarbeiter haben alle so hässliche Uniformen an. Witzig! Gegen Nachmittag waren in einem total süßen französischen Cafe und haben Kaffee getrunken und Crepes gegessen – mjam, mjam, mjam! :D

Zum Abendessen wurde gekocht. Oder eher gebacken. Und zwar Pizza, aber statt normalem Teig haben wir einfach Tortillas genommen. Mittlerweile haben wir auch Henry, den dritten Mitbewohner von Erin kennengelernt. Er hatte heute seine Freundin da und Mark hatte ebenfalls seine Freundin da. Wir waren also sieben Leute am Pizza essen. Zum Nachtisch haben wir dann unser geniales Cookierezept ausgepackt und die Leute erfreut! Damit war wieder ein Wochenende rum. Für uns bedeutet das: Übernächstes Wochenende sind wir zuhause. Also so richtig, richtig, zuhause. Nicht wo man mal für zwei Nächte schläft und es „zuhause“ nennt. Ich glaube, wir sind Profis im Eingewöhnen. Wir sind Profis im „Sachen-in-der-Küche-finden“ (Jeder hat das gleiche System:D). Wir sind Profis im Weg suchen und finden. Profis im Anpassen. Schon witzig, man lernt fürs Leben

11.4.11 03:48


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